Mystische Felsgruppen in der Fränkischen Schweiz verbindet sich gerne die Mythos- und Sagenwelt mit der Natur. So auch hier in der Nähe von Wohlmannsgesees. Diese verwunschenen Felsformationen haben schon einige Menschen inspiriert, es wird gemutmaßt, dass es sich um eine keltische Kultstätte der Druiden handelte. Lässt sich bisher aber weder wissenschaftlich be- noch widerlegen. Fest steht, dass man an diesem Ort eine besondere Aura verspürt.
🪨 Geologie
Was hier wie von Menschenhand aufgetürmt aussieht, ist reine Natur. Der Frankendolomit ist entlang zweier Kluftsysteme in einzelne Blöcke zerbrochen, zwei bis fünf Meter hoch, in langen Reihen angeordnet und über die Jahrhunderte bemoost. Auf manchen Steinen finden sich schalenförmige Vertiefungen, gern als „Opferschalen" der Druiden gedeutet, tatsächlich aber durch Verwitterung entstanden.
🔮 Name und Sage
Den Namen „Druidenhain" bekam der Ort erst 1912, durch einen Wanderführer von Karl Brückner. Die ungewöhnliche Felslandschaft regte schon damals die Fantasie an, und schnell hielt sich die Vorstellung, hier hätten keltische Priester ihre Kultstätte gehabt. Manche erzählen auch von einem alten Versammlungsort der Hexen. Belegen lässt sich nichts davon, andere Erklärungen reichen von einer eingestürzten Höhle bis zu einem mittelalterlichen Steinbruch.
🚗 Anfahrt
Ganz in der Nähe liegt ein Parkplatz, von dort geht der Rest der Strecke bequem zu Fuß. Wanderwege führen von Wohlmannsgesees oder von Kanndorf aus hin, mit dem Rad kommt man über den Radweg FO 11. Mit dem Auto erreicht man den Parkplatz über die B470, von Pottenstein oder von Forchheim aus.