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Tipps und Tricks

💡 Tipps und Tricks

  • Deckel vom Krug – wieder zuklappen signalisiert dem Wirt, dass nicht mehr nachgeschenkt werden soll.
  • Bargeld! Wenn du in der Fränkischen unterwegs bist, solltest du immer etwas Bargeld als Reserve dabeihaben. Kartenlesegeräte haben sich hier noch nicht flächendeckend durchgesetzt oder gehen erst ab einem bestimmten Betrag.
  • Ruhetag beachten! Viele Brauereigasthöfe und Keller haben ihren festen Schließtag, manche machen nur an bestimmten Tagen oder im Sommerhalbjahr auf. Vorher kurz anrufen oder die Öffnungstage checken, sonst steht man vor verschlossener Tür.
  • Auto vor Bus. Damit bist du am flexibelsten, der Bus fährt hier nämlich nicht alle paar Minuten. Am Wochenende bringen einen Wanderbusse zu den Startpunkten – praktisch, wenn nach der Brauereiwanderung das eine oder andere Seidla zu viel war.
  • Festes Schuhwerk. Viele der schönen Wege gehen über Fels, Wurzeln und auch mal steiler bergauf.
  • In den Höhlen wird’s frisch. In den Tropfsteinhöhlen hat’s ganzjährig um die 9 Grad. Also selbst im Hochsommer was zum Überziehen einpacken.

🍺 Auf’n Keller

  • „Auf’n Keller“ gehen. Damit meint ein Franke keinen muffigen Kellerraum, sondern den Biergarten oben am Hang. Das Bier wurde früher in Felsenkellern gelagert und gekühlt, drüber hat man Kastanien gepflanzt und sich druntergesetzt. Genau dort trinkt man’s heute, schattig und mit Aussicht.
  • Brotzeit mitbringen. Auf vielen traditionellen Kellern darfst du deine eigene Brotzeit mitbringen und kaufst nur das Bier dazu. Klingt erst mal ungewohnt, ist hier aber völlig normal. Im Zweifel einfach fragen.
  • „A Seidla“, bitte. Ein Bier heißt hier Seidla und hat einen halben Liter. Wer „ein Kleines“ bestellt, ist sofort als Auswärtiger enttarnt.

🎉 Wann kommen?

  • Osterbrunnen. Rund um Ostern schmückt fast jedes Dorf seine Brunnen mit bunten Eiern und Grün – die Fränkische Schweiz ist die Heimat dieses Brauchs. Eine Runde von Dorf zu Dorf lohnt sich richtig.
  • Kirschblüte im April. Dann steht die ganze Gegend in Blüte, hier wächst eines der größten zusammenhängenden Kirschanbaugebiete Europas. Im Sommer gibt’s die Kirschen – und den Brand draus – oft direkt ab Hof.
  • Kerwa. Übers Jahr verteilt feiert jedes Dorf seine Kirchweih. Urig, bodenständig und der beste Anlass, die Region von ihrer geselligen Seite zu erleben.

🦁 Der Franke

  • Franken ist nicht Bayern! Versuche es zu vermeiden, einen Franken als Bayern zu betiteln. Die meisten legen darauf Wert. Hier ist Tradition ohne Sepplhut – und es gibt das bessere Bier!
  • Franken unter sich. Franken sind gerne etwas verschlossen und brauchen ein bisschen, um aufzutauen. Sobald du aber die harte Schale erweicht hast, wirst du von Herzlichkeit umströmt. Es lohnt sich!
  • „Grüß Gott“ und „bassd scho“. Mit einem „Grüß Gott“ beim Reinkommen machst du nichts falsch. Und wenn ein Franke „bassd scho“ sagt, ist alles in Ordnung – das ist hier das Allzweck-Ja zu so ziemlich allem.